Über mich

Foto: anna logue, Styling: Lotus Makeup Artist

Offizielles

Ich wurde 1980 in Bremen geboren und bin dort bis zum Abitur geblieben. Dann habe ich an der Technischen Universität Ilmenau “Angewandte Medienwissenschaft” studiert, weil ich (es waren die 90er) “irgendetwas mit Medien” machen wollte. Es war lustig im Thüringer Wald und ich habe auch dies und das gelernt . Meine Diplomarbeit habe ich über digitale Wissensvermittlung geschrieben.  Nach dem Abschluss bin ich nach Heidelberg gezogen, um für eine IT-Firma Bedienungsanleitungen zu schreiben. Mittlerweile lebe ich in Weinheim, am Rand des Odenwalds, mit Mann und drei Kindern,  von denen eins mehr liest als ich.

Ich bin Mitglied des Kollektiv Literatur Mannheim.

Inoffizielles

Als ich ein Kind war, hatte meine Familie keinen Fernseher. Darum habe ich die Kinderbücherei meines Stadtteils ausgelesen. Die Bücherei war in zwei Containern neben der Schule untergebracht, die mit den Jahren überwachsen sind. Inzwischen gibt es sie längst nicht mehr, aber ich könnte immer noch den Grundriss und die Aufstellung aller Regale aus dem Gedächtnis zeichnen. Enid Blyton hatte das vierte und fünfte Brett an der Mitte der Ostwand.

Mein durchschnittliches Tagespensum beim Schreiben liegt bei 800 Wörtern.

Die Handlung plane ich mit der Schneeflockenmethode.

Bevor ich den Roman über Maria Sibylla Merian geschrieben habe, hatte ich große Angst vor Spinnen. Nachdem ich mir viele ihrer Bilder angesehen habe (sie hat nicht nur Schmetterlinge gezeichnet), rette ich jetzt alle Achtbeiner.  Wer sich vor vermeintlich hässlichen Tierchen ekelt, kann das mit Frau Merians Bildern möglicherweise überwinden. Kröten und Kakerlaken? Wunderhübsch bei ihr. Allerdings hatte auch Marias Zuneigung Grenzen. Nacktschnecken hat sie nie gezeichnet, soweit ich weiß.

Müsste ich mich in ein Insekt verwandeln, wäre ich gern ein Laternenträger. Ist eine Zikade, sieht aber aus wie eine Schlange mit Flügeln.

Während ich an dem Roman über die Sängerin und Astronomin Caroline Herschel geschrieben habe, hatte ich einen Händel-Klingelton (“Sound an alarm!”). Die Musik fand ich leicht zugänglich, aber neben astronomischen Grundlagen musste ich auch wieder ein bisschen Mathe lernen. Leider ist vom Schulstoff wenig bei mir hängen geblieben. An den Unterricht habe ich trotzdem gute Erinnerungen. In den letzten Jahren vor dem Abi hatte ich einen Leistungskurs bei Horst (ja, in Bremen haben wir unsere Lehrer geduzt). Horst war eine Seele von Lehrer und wollte so gern, dass wir alles verstehen. Wenn er Arbeiten mit schlechten Noten zurückgeben musste, wirkte er, als habe er Zahnschmerzen. Leider ist er mittlerweile verstorben und ich kann ihn nicht mehr fragen, ob er die Videos seiner Kollegen auf YouTube gesehen hat. Dort gibt es auch engagierte Lehrer. Für einfachen Stoff empfehle ich die Erklärvideos von Lehrer Schmidt, für schwierigen die Vorlesungsmitschnitte von Prof. Christian Spannagel, der als “dunkler Lord” Zahlenfolgen erklärt, oder – so niedlich – die Fibonacci-Folge mit Häschen.

Meine Lieblingsautoren sind Zadie Smith, Isabel Allende, Miranda July und T. C. Boyle.

Technische Daten

Erste Veröffentlichung: 2007
Schreibzeit: Spät
Treibstoff: Nussschokolade