“Wortwertlich”

autorentraeume
Am 30. Mai erscheint die Anthologie “Autorenträume, ein Lesebuch” mit meiner Geschichte “Wortwertlich” im Verlag Monika Fuchs.
Tanja Kinkel hat ein Geleitwort dazu geschrieben und von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. gespendet.
Vorbestellen kann man schon, es gibt eine recht umfangreiche Leseprobe und, na klar, eine Facebook-Seite.
Worum es in meiner Geschichte geht? Um eine ehemalige russische Kunstturnerin, die für ihr noch nicht einmal niedergetipptes Buch einen Vorschuss in unglaublicher, unanständiger Höhe bekommt (was sie aber selbstverständlich findet, denn O-Ton: “… wenn du es noch zählen kannst, ist es nicht viel!”) Ach, wer würde nicht gern mit dieser Daria Alexandrowna tauschen …

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Gewinnen …

könnt ihr “Polarforscher und Yoginis” (82 Seiten,Taschenbuch) auf Goodreads. Ich verlose ein Exemplar, mal testweise, um zu sehen, ob es dort überhaupt deutschsprachige Leser gibt, die so etwas interessiert. (Das kleine Buch ist umzingelt von englischen Kollegen.)

Goodreads Book Giveaway

Polarforscher und Yoginis by Ruth Kornberger

Polarforscher und Yoginis

by Ruth Kornberger

Giveaway ends May 30, 2013.

See the giveaway details
at Goodreads.

Enter to win

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“Die alte Weise”

*** Phantastische Geschichte zu einem Bild von Andrä Martyna ***

Tilia war froh, sich auf dem Speer abstützen zu können. Seit fünf Stunden begrüßte sie Museumsbesucher vor dem Eingang zur ägyptischen Abteilung. Die goldenen Schienen an ihren Armen und Beinen wogen schwer, und der Rückenteil des Brustpanzers, unter dem sie die zusammengefalteten Flügel verbarg, scheuerte an der Haut. Tilia trug das Festkostüm ihres Volkes, das sie sonst nur an hohen Feiertagen anlegte, um auf den obersten Ästen der Eichen Nektar zu trinken. Zum Herumstehen war das Kostüm nicht gemacht, und zum Herumstehen war auch Tilia nicht gemacht.
Die Vogelhunde schienen ebenfalls zu leiden. Tilia hatte Dädalus und Ikarus am Morgen mit einer Emulsion aus Ahornsirup und Gänsefett eingerieben. In der fahlen Beleuchtung des Flurs glänzten die Tiere wie bronzene Statuen, und genauso unbeweglich wachten sie zu beiden Seiten der massiven Tür, je eine Pfote anmutig erhoben [...]

Online lesen könnt ihr die ganze Geschichte auf LITERRA (und dort auch das Bild sehen).

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“Das Tutu”

PostkarteTutuGeschrieben für den Postkartenprosa-Wettbewerb im DSFO.
Und hier die augenfreundliche Version:

Das Tutu
Könnte er entscheiden, und nicht seine Ex-Frau, dürfte seine Tochter morgen nicht fliegen. Balletttrainingslager in Moskau! Warum nicht gleich ins Camp der Navy Seals? Der Sport hat Sarah umgekrempelt. Sie übt vor dem Frühstück, isst nur noch Rohkost und geht um 9 ins Bett. Wenigstens heute soll die Kleine noch mal unbeschwert sein. Er hat sie mit zur Arbeit in den Zoo genommen. Wie früher wartet sie in der Afrikahalle, bis er mit der Fütterrunde durch ist. Mit dem Handy macht er ein Foto.
Sarah bei den Elefanten: Lächelt freudlos.
Er deutet auf die Leitkuh.
„Ist Mmaabo immer noch dein Liebling?“
Seine Tochter nickt.
„Oder findest du sie zu dick?“, platzt es aus ihm heraus.
„Du könntest auch mehr auf deine Ernährung achten.“
„Und mir eine Essstörung zulegen?“
Sie schmollt. Aber er hat noch eine Überraschung unter der Jacke versteckt. Er zieht sie zu der Bank bei den Affengehegen.
„Pack das aus.“
Sarahs Miene hellt sich auf, als sie fühlt, was unter dem Geschenkpapier ist. Er zückt den Apparat.
Sarah bei den Schimpansen: Starrt entsetzt.
„Stimmt die Größe nicht?“, fragt er.
„Die Größe schon, aber … nee. Nee!“
Sie stürmt davon und lässt ihn mit dem Tutu zurück. Er versucht, sie einzuholen.
„Verrat mir doch, was -“
„Die Farbe!“
„Aber grün ist doch deine -“
„Das geht gar nicht! Alle tragen Rosa.“ Sie hat Tränen in den Augen. „Papa! Wie schaut das denn aus?“
Blöd natürlich, denkt er, wie alles im Tanzuniversum, in dem Kinder zu dick, Lieblingsfarben falsch und Väter die Könige der Fettnäpfchen sind. Wie soll er den Tag jetzt noch retten?
Er nimmt ihre Hand. „Komm mit.“
Der Zoo schließt gleich, bei den Flamingos sind keine Besucher mehr.
„Warte hier.“
Er klettert über den Zaun. Die Vögel folgen ihm ins Haus, erwarten ein zweites Abendessen. Er scheucht sie wieder hinaus, öffnet die Tür zum Futterraum, und kramt in dem Schrank, in dem sie alles Mögliche aufbewahren. Von der Faschingsfeier ist grüne Haarfarbe übrig. Er kneift die Augen zu, hält die Luft an und sprüht die Flasche über sich leer. Draußen haben die Flamingos ihre Positionen wieder eingenommen. Er ordnet sich zwischen ihnen ein, hält sich das Tutu vor den Bauch und zieht ein Bein an.
„So schaut es aus!“
Seine Tochter sieht ihn nicht gleich. Er ist eine grüne Wolke, verdeckt von pinken Wolken.
Aber jetzt …
Sarah bei den Flamingos: Grinst.

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Blitzaktion Asphaltspuren

OrigamiSpaceshipFünf Kürzesttexte zum Thema “Hoffnung” könnte ihr im Rahmen der “Blitzaktion” der Zeitschrift Asphaltspuren lesen.

In meinen 30 Worten geht es um ein Schicksal in ferner Zukunft, weit, weit weg. Alle Texte könnt ihr hier lesen.

Wenn ihr das Origami-Raumschiff nachbasteln möchtet: Ist gar nicht schwer. Das Kleine fliegt allerdings auch nicht so weit. Wie man es faltet …

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“Sahid und Gomera”

broken_netbookZum zweiten Mal ist eine Geschichte von mir im Literaturmagazin Asphaltspuren erschienen. Ausgabe 18 enthält Prosa und Lyrik zum Thema “coming soon”, oder auf deutsch: schreiberische Visionen der nahen Zukunft.

Meine Geschichte trägt den Titel “Sahid und Gomera”, und wer dabei an die ähnlich klingende biblische Episode denkt, liegt absolut richtig.
Ich war aber nicht so streng wie Gott im alten Testament, bei mir gibt es  - passend zu Weihnachten – Hoffnung für alle Beteiligten, und damit leite ich zum Foto über: Keine Hoffnung mehr gibt es leider für mein geliebtes Netbook. Das ist mir einmal zu oft heruntergefallen. Sehr schade, aber wenigstes hat es mir so noch ein Bild geliefert, das direkt der Geschichte entsprungen sein könnte. Mehr verrate ich jetzt aber wirklich nicht.

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“Pfauen klauen”

Diesmal habe ich kein Bild für euch, denn fotografieren kann Sebastian Schwarz besser. Von seinen Aufnahmen inspiriert sind die Beiträge in “Verlassene Orte”, der siebten Ausgabe der Literaturzeitschrift Haller.
In meiner Geschichte “Pfauen klauen” spielt übrigens eine Nachtwächterin die Hauptrolle, die einzige Person also, die man an einem verlassenen Ort anzutreffen erwartet – oder doch nicht?
Die Haller-Herausgeberin Corinna Griesbach hat so viele gute Einsendungen bekommen, dass kurz vor Weihnachten ein Taschenbuch mit den Beiträgen der Literaturzeitschrift und zusätzlichen Geschichten bei p.machinery erscheinen wird. (Das Cover seht ihr rechts.)

Wenn ihr noch ein Weihnachtsgeschenk bracht, könnt ihr bis zum 10.12.2012 ein Schnäppchen machen, und das Buch zum Subskriptionspreis von EUR 10,90 incl. Versandkosten bestellen. Infos dazu gibt es hier.

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“Automatentiere”

Den heutigen Post würde ich nicht schreiben,  wenn ich nicht irgendwann im letzten Sommer aus einer Laune heraus 20 Cent in den Kaugummiautomaten in unserer Straße geworfen hätte und mit dieser Kreatur belohnt worden wäre. Sie kam in einer kleinen Kapsel ohne Beipackzettel, deshalb weiß ich leider nicht, ob sie Teil einer Serie ist, und was überhaupt man mit ihr anstellen soll. Das musste ich mir selbst überlegen, und herausgekommen ist die Geschichte “Automatentiere”.
Mit ihr habe ich am 17. Münchner Menü-Wettbewerb (Thema: “frei sein”) teilgenommen und es auf den 10. Platz geschafft. Darüber freue ich mich riesig. Noch toller wäre natürlich einer der ersten vier Plätze gewesen, denn diese Geschichten wurden als Menügänge umgesetzt, und was der Koch aus meiner Vorlage gemacht hätte, wüsste ich wirklich gern. Vielleicht einen Mettigel?

Online lesen könnt ihr “Automatentiere” auf hs-veranstaltungen.de.

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Homepage und Blog zusammengeführt

Meine Homepage und mein Blog sind nun eins, und ich bin nur noch unter dieser Adresse erreichbar. Ich habe es tatsächlich endlich geschafft, WordPress zu installieren. Das ging viel schneller als gedacht, wenn auch nicht ganz in fünf Minuten, wie hier versprochen.
In Zukunft werde ich meine Heimat im Netz also mit einer schicken Benutzeroberfläche pflegen und nicht, wie für meine alte Homepage, HTML in den Texteditor tippen.
(Kaum hatte ich den vorigen Satz geschrieben, stürzte übrigens mein Browser ab und ich fürchtete schon, wieder von vorn überlegen zu müssen, was ich eigentlich sagen wollte, aber oh: WordPress speichert zwischen!)
Genug geschrieben, das Bild ist umflossen. In diesem Sinn: Hello World!

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